Die Welt als Bühne in der Neuen Galerie

Von der New Yorker Bildhauerin Carole Feuerman werden in der Ausstellung hyperrealistische menschliche Büsten und Figuren gezeigt, die losgelöst aus ihrem Umfeld frappierend real wirken. Die handwerklich perfekten, täuschend echten Schwimmerinnen und Schwimmer mit den auf der Haut abperlenden Wassertropfen sind das ideale Pendant zu Gudrun Kemsas im Nachtlicht aufgenommenen, paradiesisch anmutenden Hotelpools der Serie Poolside.


Dagegen ist für die im Maßstab proportional verkleinerten, realistischen Menschenfiguren aus Holz und Stoff der in München lebenden Bildhauerin Veronika Veit der Ausstellungsraum selbst die Bühne. Wie wirkliche Ausstellungsbesucher verteilen sich ihre unterlebensgroßen Figuren im Raum: Ganz selbstverständlich stehen oder sitzen sie alleine oder in kleinen Gruppen zwischen den Exponaten. Jede Figur ist eine individuelle Persönlichkeit für sich und doch charakterisieren die 15 Männer und Frauen auch verschiedene Typen von Ausstellungsbesuchern, die vertraut wirken.


Fotografie, Video, Plastik und Skulptur treten in dieser Ausstellung in eine wechselseitige Beziehung und geben dem Besucher vielfältige Eindrücke zu dem Thema Mensch und Raum.


Die Dr.-Hanns-Simon-Stiftung gibt zur Ausstellung einen Katalog heraus.